Geschichte

Náměstí Českého ráje, Autor: Muzeum Českého ráje

Die Stadt Turnov (Turnau) gründeten um das Jahr 1250 die Herren Jaroslav und Havel von Markwartitz. Sie befindet sich an der Iser, etwa dort, wo die breite gerade Ebene in die Hügel des Riesengebirgsvorlandes übergeht.

Bereits von Anfang an entwickelte sich hier die Handwerks- und Handelstradition und die Stadt blühte auf. Im 15. und 16 Jh. erhielten ihre Bürger bedeutende Rechte und wirtschaftliche Privilegien, unmittelbar danach erfolgt der Bau des Rathauses im Zentrum der Stadt. Durch Turnov führte ein alter Handelspfad und die Stadt wurde zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt, der sie bis heute geblieben ist.
Zu der Gegend um Turnov gehört seit Menschengedenken die Edelsteinverarbeitung und Schmuckherstellung. Bereits Werkzeugfunde aus der Vorzeit belegen die Bearbeitung der Edelsteine. Zu den bedeutendsten Fundorten der Steine gehören die Berghänge des Kozákov (Kosakow) – des höchsten Berges im Böhmischen Paradies. Laut Chronisten Hájek von Libočany kannte selbst Kaiser Karl IV. die Schönheit der Steine von Kozákov und „verfügte, unter den Gipfeln des Riesengebirges Jaspisse für seine Kapellen zu suchen“.
Als die goldene Ära der Steinbearbeitung in und um Turnov gilt das 18. Jahrhundert, als die Handwerker die berühmten tschechischen Granate verarbeiteten. Mit dem wachsenden Interesse an den Schmuckerzeugnissen wuchs auch die Begeisterung für diesen Berufszweig. Deswegen wurde im Jahre 1884 die Fachschule für Metall- und Steinverarbeitung gegründet, die heutige Kunstgewerbeschule.


Hergestellt 22.10.2019 6:57:37 | gelesen 751x | ernest
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